Ach, als junge Mutter ist das soziale Leben schon eingeschränkt. Man ist den ganzen Tag mit Babypopo, Fläschchen und Wäschewaschen beschäftigt, freut sich natürlich über jedes Lächeln und jedes fröhliche Krähen der Kleinen, aber fällt abends einfach derart müde in die Kissen, dass einfach keine Energie mehr ist auszugehen. So ist es eben, wenn man kleine Kinder hat, da will ich mich auch gar nicht beschweren, die beiden sind unser ein und alles!

Aber manchmal muss man schon auch mal Pause machen für den Elternpflichten und sich als Paar einen schönen Abend gönnen. Das finde ich sehr wichtig für eine gute Ehe!

Und so haben mein Mann und ich Karten gekauft für die Dirndl-Party am 12. April in der Auchterthalle in Degerschlacht. Da freu ich mich schon richtig drauf, da gehen wir endlich einmal wieder zu zweit tanzen, kommen unter Menschen und genießen einander. Meine Eltern haben angeboten, sich für den Abend um die beiden Kleinen zu kümmern, da wissen wir sie in guten Händen und können guten Gewissens die Zeit zu zweit genießen.

Ich freue mich besonders auf das Degenschlachter Tanzorchester, das ja in diesem Jahr Jubiläum feiert – 90 Jahre und kein bisschen leise, so schrieb der Journalist und passender kann man es eigentlich nicht formulieren, finde ich! Mein Schwiegervater spielt dort ja seit Jahren mit, das macht es natürlich besonders schön.

Ich habe mich auch schon nach einem passenden Dirndl umgeschaut – nach dem zweiten Kind passe ich in mein altes Dirndl aus Studentenzeiten ja nicht mehr, so ist das eben, das Muttersein verändert einfach den Körper. Und so habe ich mir online bei www.trachten-fashion.de ein neues Dirndl bestellt. Liefertermin war superschnell und es passt auch wunderbar. Meinem Mann werde ich das erst am Abend der Party vorführen – das soll ja eine Überraschung werden.

Bild: Günter Hentschel


Nachdem meine Schwester geheiratet hat, hat es ja eine ganze Weile gedauert, bis ich mit ihrem Mann, also meinem neuen Schwager, warm geworden bin. Das war zum einen ein Kommunikationsproblem: Ihr Mann stammt ja aus Brasilien, ist erst seit einem halben Jahr in Deutschland anders als meine Schwester spreche ich leider gar kein Portugiesisch. So mussten wir uns immer in mittelmäßigem Englisch unterhalten und das war der Konversation nicht eben zuträglich. Mittlerweile hat er aber zwei Intensiv-Sprachkurse gemacht und ich bin von seinen Fortschritten wirklich beeindruckt: Wir können uns mittlerweile wirklich gut auf Deutsch unterhalten, natürlich nicht über alle Themen und auch nicht auf einem sehr komplexen Niveau, aber das konnten wir auf Englisch auch nicht. Insofern ist das eine spürbare Verbesserung und ich bin mir sicher, in einem Jahr wird sein Deutsch nahezu perfekt sein – er ist wirklich sprachbegabt, das finde ich beneidenswert.

Zum anderen hat es – sicherlich auch durch die Sprachbarriere begründet – einfach gedauert, bis wir ein gemeinsames Thema gefunden haben. Beruflich sind wir ja in völlig unterschiedlichen Branchen tätig, musikalisch haben wir völlig unterschiedliche Geschmäcker und auch seine Leidenschaft für moderne Kunst teile ich überhaupt nicht. Dann haben wir jedoch festgestellt, dass wir beide leidenschaftlich Badminton spielen. Und damit hatten wir natürlich nun ein gemeinsames Thema, das nahezu unerschöpflich ist – sowohl als Gesprächsthema wie auch als gemeinsame Aktivität.

Ich begeistere mich ja schon seit meiner Studienzeit für das Badminton-Spiel, spiele auch aktiv im Verein in der Regionalliga und freue mich immer, auch jenseits des regelmäßigen Trainings neue Spielpartner zu finden. Marco, so stellte sich heraus, hat ebenfalls lange Jahre im Verein gespielt. Wir beide sind spielerisch auf einem ähnlichen Niveau, wir fordern uns, ohne uns überfordern – das ist also optimal.

Als wir dieses Wochenende gemeinsam mit unseren Gattinnen in ein Wellness-Hotel gefahren sind, war somit natürlich klar, dass wir nicht nur zu viert wandern und biken gehen: Wir zwei wollten unbedingt auch die örtliche Sporthalle für ein paar Runden Badminton nutzen. Schließlich wollte ich doch meinen neuen Badmintonschläger ausprobieren!

Zudem habe ich gemeinsam mit Marco eine neue Leidenschaft entdeckt – nämlich Badminton als Zuschauer-Sport. Bisher habe ich nur selbst gespielt, aber mir kaum hochklassige Spiele im Fernsehen angeschaut. Das hat mich irgendwie nie interessiert, aber wahrscheinlich fehlt mir einfach nur der richtige Kumpel, mit dem ich gemeinsam zuschauen und kommentieren konnte. Das erste Event, das wir gemeinsam verfolgt haben, waren die Badminton Swiss Open. Und nach den ersten Spielen, die wir gemeinsam im TV verfolgt haben, sind wir dann auch live als Zuschauer in die Halle gegangen, um unseren hiesigen Verein anzufeuern. Der spielt ja auf richtig hohem Niveau – aktuell ist der BC Saarbrücken-Bischmisheim sogar auf Platz 2 der Badminton-Bundesliga vorgerückt! Die Performance von Junioren-Nationalspieler Marvin Seidel haben wir sehr genau verfolgt und seine Leistung in den letzten Spielen war er wirklich beeindruckend da bin ich jetzt richtig Fan geworden. Was auch sehr witzig ist: Mit Teammanger Marcel Reuter bin ich damals gemeinsam in die Grundschule gegangen. Ist halt eine kleine Welt!

quelle: flickr, daniel gasienica


Personal wird nicht mehr nur direkt von Unternehmen oder über Leiharbeiterfirmen rekrutiert, sondern zunehmend über Personalberatungen. Spezialisten, wie die Personalberatung Paderborn, geleitet von Thaddäus Rohrer, bieten eine Alternative zu internen und externen Stellenausschreibungen. Oder würden Sie als Unternehmer(-in) viel Zeit und Aufwand in jede Stellenausschreibung und Stellenbesetzung investieren? Man hat viel Zeitersparnis und weniger Aufwand, wenn durch Rekrutierungs-Know-how und Vorarbeit von Spezialisten, wie die Rohrer Unternehmensberatung Paderborn, Stellen besetzt werden. Also ist es ineffizient, bei immer stärkerem Konkurrenzdruck, nicht einen Teil der Personalbeschaffung durch Outsourcing von Profis wie der Rohrer Unternehmensberatung Paderborn durchführen zu lassen. Um ein Unternehmen langfristig zu etablieren, ist es wichtig jede verfügbare Möglichkeiten zu nutzen, um sich positiv von der Konkurrenz abzusetzen. Immer wieder gibt es neue Trends, die bei der Vorgehensweise von Unternehmen zum Usus werden. Wer würde daher schon gerne einen Trend verschlafen und sich dann darüber ärgern, dass die Konkurrenz dem eigenen Unternehmen einen Schritt voraus ist.

bild: flickr, juergenhoesch

Wie schon im Interview zwischen CIO.de und Stefan Höppes, dem Leiter des IT-Recruiting bei der ING-DiBa, in diesem Artikel treffend erklärt wird, ist das Recruiting so organisiert, dass zunächst versucht wird die offenen Stellen intern zu vergeben, um dem Personal Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten und nicht das wichtige Know-how der Mitarbeiter(-innen) zu verlieren. Mitunter wird das auch damit begründet, dass externe Stellenausschreibungen vergleichsweise sehr zeitaufwendig sind und das ist auf den immer schneller funktionierenden Märkten, ganz besonders in der IT-Branche, der schnellstlebigen Branche, ein echtes Problem, wenn kurz- und mittelfristig Projekte realisiert werden müssen, die keine unnötigen Zeitverzögerungen zulassen. Die Bewerber(-innen) teilweise, ähnlich wie auf dem Foto zu sehen ist. Zum Beispiel von der Personalberatung Paderborn von Thaddäus Rohrer bewerten zu lassen und innerhalb von kürzester Zeit zu rekrutieren, bietet einen imensen Wettbewerbsvorteil, den man ausnutzen sollte.


Vielleicht ist es dem ein oder anderen entgangen, aber die heutigen Kalender sind ausgerichtet an Mondphasen. Zumindest ist dies im jüdischen Kalender so. Und auch andere Kulturen orientierten sich vorzugweise am Mond, wenn sie ihre Welt in Zeit einteilen wollten. Es ist auch nicht verwunderlich, denn den Mond sieht man im Grunde immer. Man sieht in runder und dicker werden und man sieht in abnehmen. Und dies in einem Zyklus, der im Jahr immer gleich ist und höchstwahrscheinlich auch noch die nächsten mehrere tausend Jahre so bleibt. Was läge also näher als sich an den Mondphasen zu orientieren und daraus einen Kalender zu machen. Ich hab übrigens auch mal versucht einen Kalender zu kreieren. Zu der Zeit als dieses Kalender selbst gestalten irgendwie total in zu sein schien und das der letzte Schrei auf Geburtstagsparty von Oma und Opa war und jeder nur noch mit selbstgestalteten Jahreskalendern als das beste Enkelkind aller Zeiten punkten konnte. Ich habe es irgendwann aufgegeben und mir, wie jedes Jahr, einen hübschen Kalender aus dem Hause Rahe Kalender & Werbemittel-Service GbR besorgt. Ich pfiff dann quasi auf die Auszeichnung des tollsten Enkelkindes aller Zeiten, weil mir die Gestalterei einfach zu stressig wurde. Ich beschäftige mich lieber mit Mythen und faszinierenden Dingen in der Geschichte. Wie eben mit den Mondphasen. Oder auch mit diesen außergewöhnlichen Steinen, die die alten Seefahrer benutzten um sich an der Sonne zu orientieren. Diese Steine muss man gegen einen mit Wolken bedeckten Himmel strecken und man sieht durch die Steine durch die Sonne. Unglaublich! Denn so konnten die Seefahrer auch bei Tag den richtigen Kurs halten und waren nicht ausschließlich von der Stellung des Mondes abhängig. Wie diese Steine funktionieren ist mir allerdings noch ein Rätsel. Aber manches muss auch einfach rätselhaft bleiben, damit es den mystischen Charme behält.

quelle: eagle1effi, flickr


Ich hatte ja schon länger überlegt, auch dieses Jahr wieder einen Beitrag zu dem jährlichen Soli-Basar unserer Kirchengemeinde zu leisten. Meine Tochter bastelt da ja auch mal ganz tolle Dinge, aber das sind meist solche dekorativen Figuren. Die sind auch ganz hübsch, aber ich frage mich immer: Wie viele davon braucht denn ein Mensch wirklich? Wie viele davon würde ich mir selbst ins Zimmer stellen, auch wenn ich sie für einen guten Zweck gekauft habe, oder dass ich das Gefühl hätte, mich mit Krimskrams zuzumüllen? Und ich bin ja auch ein sehr umweltbewusster Mensch, ich investiere ja ungerne Ressourcen in ein Projekt, und sei es auch noch so klein, wenn es ist wahrscheinlich nicht sonderlich nutzbringend ist sondern nur für ein paar Wochen innovativ herumsteht.

Bild: Ralf Margraf, flickr

Ja, und nun hatte ich eine tolle Idee für ein sowohl praktisches wie auch kreatives kleines Projekt, das ist bestimmt gut verkaufen lässt auf einem Basar. Was genau ist, möchte ich noch nicht verraten, nur, dass es von mir selbst in sorgsamer Handarbeit auf Basis eines klassischen Werbegeschenk gebastelt werden wird.

Die Idee dafür kam mir mal wieder relativ zufällig, inspiriert von einem Artikel, den ich in der RP Online gelesen hatte: Da wurde nämlich darüber berichtet, dass am Mittwoch die große Messe für Werbemittel startet. Und als ich diesen Artikel rein las, mir über das Wort Werbemittel Gedanken machte und dann irgendwie die Synapsen in meinem Hirn die Arbeit machen liess… Und auf einmal hatte ich meine Idee für den Kirchenbasar, der passende Anbieter für Werbemittel, also genau für die Bastelgrundlage, die ich brauchte, war dann im Internet schnell gefunden – hermann-direkt.de, geliefert wurde auch sehr fix, wie auf der Website versprochen und so sitze ich nun seit einigen Tagen und bastle. Was es genau wird, möchte ich natürlich nicht verraten, dass er ja eine Überraschung werden…


Na, ist das nicht ein wunderhübsches kleines Autochen? So ungefähr soll das aktuelle Bastlerobjekt meines liebsten also mal aussehen, wenn es fertig ist. Momentan ist noch nicht viel davon zu sehen, aber ja, so ist er beschäftigt und hat seine Freude.

Blöd nur, dass ausgerechnet dieses Wochenende nach Hamburg fährt, um sich dort mit einem gleich gesinnten Bastler eine alte Garage anzugucken, wo angeblich ganz tolle Autoteile drin sein sollen. Eigentlich kein Problem, aber schon nervig, weil ich mich nämlich in dieser Zeit mit der Auswahl des korrekten Umzugswagens beschäftigen darf. Ausgerechnet ich, als großer Auto-Experte! Aber naja, bei den meisten Umzugs-Unternehmen gibt es ja mittlerweile online tolle Listen, wo man Möbelmaße und Listenzahl eingeben kann, und die einem dann die nötigen Ausmaße des Umzugswagens kalkulieren. Wir haben uns nach einigen Berechnungen ja dagegen entschieden, ein Unternehmen mit unserem Umzug zu beauftragen, das ist finanziell momentan einfach nicht drin. Außerdem ist unser Freundeskreis Genug und ich habe im letzten Jahr bei genug Bekannten selbst Umzugsdienst geschoben, als dass wir jetzt auch selbst zum Kistentragen einladen dürfen. Das passt schon, da brauchen wir eigentlich nur das Auto. Ich hab beim Recherchieren im Internet auch gesehen, dass die Firma, mit der ich meinen allerersten Studenten-Umzug gemacht habe - Wucherpfennig & Krohn GmbH – jetzt auch eine Verleihstationen Lübeck hat. Das ist natürlich praktisch, auf die werde ich wahrscheinlich auch zurückgreifen. Bei der ersten Buchung hatte ich mir doch gedacht, was für ein blöder Name für jemanden, der ein Unternehmen führt, aber andererseits: Den Namen habe ich mir gemerkt! Und ich hatte mit denen ja ganz gute Erfahrungen gemacht, das passt schon.

Bin beim googeln dann auch noch auf einen Artikel zur Detroit Autoshow gestoßen – komisch wie die Suchmaschinen manchmal funktioniert, aber gut, den habe ich meinem Liebsten weitergeleitet, vielleicht hat der ja Spaß daran.

Bild: Georg Sander (flickr)

Bild: Georg Sander (flickr)


Ich bin in Sachen Teambuilding ja etwas traumatisiert, das hat mit einer sehr negativen Erfahrung zu tun, die ich noch in meiner Azubi-Zeit machen musste. Da wurde ich zusammen mit allen 34 anderen Azubis meiner Ausbildungsfirma für eine Woche in die brandenburgische Pampa geschickt, um uns zu integrieren. Durchgeführt wurde das Teambuilding nicht etwa von professionellen Coaches – das wäre für Azubis wohl zu teuer gewesen – sondern von unsern Ausbildern. Und so leid es mir tut, ich muss schon sagen, die haben ihren Job nicht gut gemacht. Für mich – und auch für einige andere Mädels – war das Training mit einigen sehr prägenden beschämenden Erlebnissen verknüpft und erst später habe ich mitbekommen, dass das nicht an mir oder an denen und noch nicht einmal an der Übung lag, sondern einfach an der schlechten Durchführung. Nun ja, das ist nicht mehr zu ändern. Ich merke aber immer wieder, wie sehr ich mir doch ein Misstrauen gegenüber solchen und ähnlichen HR- Maßnahmen bewahrt habe. Auch als ich letztens im Spiegel einen Artikel über Feel-Good-Manager in Start Up Unternehmen gelesen habe, war ich doch eher skeptisch. Gerade bei Start Ups habe ich auf das Gefühl, dass das Feel Good mit gemeinsamen Mittags-Befehl, Tischtennisplatte und abendlichen Chill Out in der firmeneigenen Lounge auf Kosten der harten Faktoren geht, die nun mal eben Gehalt, Arbeitszeitregelung, Weiterbildung und Sozialversicherung heißen.

Als ich letztens die Aufgabe Gruppe kam, für unser neues Projekt das Team zusammenzustellen und mir Gedanken über ein Teambuilding zu machen, war ich also recht skeptisch gegenüber allen Angeboten, die ich mir so angeschaut habe. Was mich wirklich überzeugt hat, war die Offerte von global-cultures.com - nicht nur auf deren Website sondern auch im persönlichen Beratungsgespräch machten die Leute einen wirklich guten Eindruck auf mich, die wissen was sie tun und ich glaube mit denen das ein richtig gutes Training.

foto: #unibrennt / flickr

foto: #unibrennt / flickr


Wahrscheinlich so ziemlich jede Frau auf dieser Erde träumt heimlich schon von Kindesalter an von der absolut perfekten Hochzeit. Scheinbar ist dieses Gen so in uns angelegt, oder aber wir haben zu viele Märchen geschaut. Fakt ist jedenfalls, dass Frauen ihre Traumhochzeit schon Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte vorher in ihren Köpfen durchplanen. Der schönste Tag des Lebens wird bis ins kleinste Detail ausgemalt und auf den Traumprinzen warten auch manche mehrere Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte. Carry Bradshaw aus der Kultserie Sex and the City heiratet am Ende dann ihren Mister Big in der großen Library Hall in New york City. Dort „wo all die großen Liebesgeschichten beheimatet sind“. Alles ganz schön romantisch. Alles ganz schön kitschig. Und vor allem: Alles ganz schön unrealistisch. Sozialisiert dahingehend, dass es nur den Einen für jeden gibt und dass dieser perfekt zu einem passt und all das beherbergt, was man sich schon immer von seinem Partner gewünscht hat, ist so ziemlich das Enttäuschendste was sich Frau von heute so in ihrem Kopf zusammenspinnen kann. Denn in der Realität sieht es oftmals anders aus. Klischees werden nämlich öfter bedient, als man das manchmal wahr haben möchte. Realistisch gesehen, stehen Männer immer noch am allermeisten auf polnische Frauen, heiße Kurven und lange Haare. Sogenannte Soulmates gibt es definitiv nicht, sondern höchstens eine ganze Menge Beziehungsarbeit und Kompromissbereitschaft. Frauen hingegen wollen nicht immer „echte Kerle“, denn jene stellen sich oftmals in ihrer „Echtheit“ als authentisch eher mager bestückt heraus. Wichtig ist deshalb, dass man dieses Traumhochzeitklischee ein für allemal abgelegt. Im Grunde ist es doch so, dass man sich eigentlich schon mehr als sehr freuen darf, wenn man überhaupt jemanden gefunden hat, den man bereit ist zu heiraten. Es muss nämlich nicht wirklich der Traumprinz wie aus Aschenputtel sein. Am Ende muss alles einfach nur irgendwie passen, und zwar ganz ohne Märchen.

Bild: Sascha Kohlmann

Bild: Sascha Kohlmann


Mir ist es heute nach längerer Überzeugungsarbeit gelungen, die Zustimmung meine Chefs für meinen lang gehegten Wunsch zu erhalten: Ich organisiere ja nun schon das dritte Mal einen Gründer-Tag und dieses Mal habe ich nun also sein OK, um einen tollen Key Note Speaker einzuladen, den ich vor einem Jahr auf einer Veranstaltung in Großbritannien gehört hatte. Organisiert war das schnell, vermittelt über globalspeakers, der Termin passte – wunderbar. Als ich abends meiner Mutter von meinem Erfolg erzählte, hat sie eine Weile gebraucht, bevor sie das Konzept wirklich verstanden hatte, aber dann fand sie es schon ganz toll.

Bild Jörg Stuker

Ich muss immer wieder aufpassen, nicht in das Start Up Denglish zu verfallen, wenn ich mit ihr rede: Meine Mutter hat zwar eine klassische Bildung, hat Latein und Altgriechisch gelernt und spricht ziemlich gut Französisch und auch ein bisschen Italienisch, aber Englisch hat sie nie gelernt. Ich weiß auch, dass sie sich immer etwas darüber ärgert, wenn Firmen oder Institutionen bekannte deutsche Begriffe mit englischen Ausdrücken ersetzen. Es sei doch albern, aus jedem Informationsschalter einen Servicepoint zu machen, sagt sie immer – und irgendwo hat sie damit ja auch schon recht. Insofern habe ich den Key Note Speaker ganz schnell im Kopf zum Gastredner übersetzt, dafür gibt es ja wirklich ein passendes deutsches Wort, mit dem auch meine Mutter etwas anfangen kann. Schließlich organisiert auch ihr Seniorenverein immer wieder Vorträge mit interessanten Gastrednern, da geht es zum einen um Fachthemen, oft auch Gesundheitsthemen für Senioren aber manchmal sind es auch einfach Erzählungen aus dem Leben, mit vielen kleinen Weisheiten gespickt, nachdem die Senioren einfach seelisch gestärkt und mit einem guten Gefühl nachhause gehen. Dazu gab es ja letztens sogar auch einen Bericht online, in den Lokalnachrichten der Main-Spitze, den habe ich meiner Mutter am PC gezeigt, da war sie ganz stolz, dass sie auch im Internet stehen mit ihrem Verein.


flickr – geowein

Als ich heute im Focus diesen Artikel über die Weinernte in Berlin in Berlin gelesen hab, hab ich bei der Überschrift erstmal die Stirn gerunzelt – seit wann wächst denn hessischer Wein in Berlin? Aber doch, ja, natürlich – vor der Hessischen Landesvertretung, wenn man vom Potsdamer Platz Richtung Brandenburger Tor läuft, der Name der Straße ist mir entfallten, evt. Potsdamer Straße, aber 100 Prozent sicher bin ich mir nicht, aber jedenfalls die Straße von der Kreuzung mit der historischen Ampel Richtung Norden, da wo die ganzen Landesvertretungen stehen. Da hab ich im Vorbeigehen auch schon einmal die Weinstöcke gesehen und mit einer Freundin gescherzt – so dicht an der viel befahrenen Straße, ich weiß ja nicht… Noch dazu das Berliner Wetter, was ja deutlich unfreundlicher und weniger sonnig ist, als so ein schöner hessischer Südhang… Ob das wohl ein guter Tropfen wird? Na, aber vielleicht adelt die Herkunft genug, auch wenn er sauer ist!

Ich find das jedenfalls immer lustig, wenn es Wein von so ganz bestimmten Orten gibt, auch in Potsdam, am Schloss Sanssouci wird ja Wein angebaut, da hat der Architekt in den Terrassen, die zum Schloss hochführen, ja spezielle Nischen eingelassen, die ein ganz besonderes Mikroklima schaffen sollen, um den Weinreben etwas mehr Wärme zu geben. Ob das klappt, weiß ich nicht, ich selbst hab den Wein von dort noch nicht verkosten können. Man munkelt aber, er sei schon etwas säuerlich – aber was soll’s, es sind halt königliche Reben!

Ja, nein, aber für den Essenstisch oder für einen gemütlichen Abend mit Freunden, da möchte ich ja weniger einen Wein mit adeliger oder landesherrlicher Herkunft, als vielmehr einen leckeren, schön süffigen. Ich bin da in meinem Geschmack schon recht konservativ, ich hab mich auch bei meinem Lieblings-Versand für gute Weine, bei xanthurus, auf die Klassiker aus Spanien eingeschossen – allein da gibt es bei den Rotweinen ja soviel zu entdecken, damit bin ich als Wochenend-Gourmet gut ausgelastet. Mein Mann dagegen ist experimentierfreudiger und probiert schon gern mal was exotisches – letztens beispielsweise einen Wein aus Georgien, dem gegenüber ich zu Beginn doch sehr skeptisch war, aber beim Probieren zugeben musste, dass er schon sehr gut schmeckte, das hätte ich nicht erwartet.